Tobias Altemeier 19 January 2005 17:53:51
Ein weiterer Ausflug durch das geordnete Chaos von San Francisco!
Nach unserem obligatorischem Bagel Frühstück im Cosy Cable Car Cafe (günstig, gut, und netter Bedienungs-Chinese) haben wir uns in unsere goldene “Nobelkarosse” geschwungen, die schon wieder einen platten Fuß hatte! GRRRRRR. Mit dem Stadtplan auf dem Schoß (den wir allerdings kaum mehr brauchen, wir kennen uns hier schon wirklich gut aus) haben wir uns Richtung Westen, zum Golden Gate Park, durchgeschlagen. Das Wetter spielte perfekt mit, und vor uns ergoss sich ein von Menschenhand erschaffener gigantischer Stadtpark. Wir als dumme Deutsche, haben natürlich einen Park erwartet, a la Paderwiesen. Dezent hat uns der Reiseführer darauf hingewiesen, dass man hier einen ganzen Tag verbringen kann und man sich nicht zu viele Meilen zu Fuß vornehmen sollte. Aber nach 4 Wochen haben wir die amerikanischen Verhältnisse immer noch nicht einschätzen gelernt. Auf der Karte so klein, erstreckte er sich in Warheit über 10 Meilen (16 KM) mit verschienenen Gärten, Museen und Seen. Zu unserem Ärger lag das Hämmern, Klopfen und Reißen daran, dass die University of Science, die wir eigentlich besuchen wollten, komplett zweicks Renovierung und Restauration in Schutt und Asche lag. Jetzt verstehen wir auch den Hinweis in unserem Stadtplan: They moved downtown! Im japanischen Garten haben wir einen leckeren grünen Tee mit Aussicht auf zierliche Bonsai-Bäumchen genossen. Wir mussten allerdings feststellen, dass manches japanisches Gebäck nicht wirklich unser Geschmack ist, Tobias bekam wirklich fast einen, wie sagt man, “Erbrechens Anfall”. Der Park, auch grüne Lunge San Franciscos’ genannt, ist wirklich eine wunderschöne Oase in der kaum grünen Stadt. Kerstin war total entzückt über die quirligen kleinen Eichhörnchen, die hier in Massen über unsere Füße kletterten und um Futter bettelten. Der Park kann allerdings seine Hippi-Vergangenheit nicht ganz verleugnen, hier scheint die Bewegung immer noch aktiv. Und auch hier muss man die krassen Gegensätze der Stadt erkennen, Reiche prominieren neben den ärmsten der Armen. Da Toby wieder Sehnsucht nach dem genialen Autoverkehr der Stadt hatte, fuhren wir quer durch die Stadt zur San Francisco Marina um die Golden Gate bei Sonnenuntergang zu erleben.
Und jetzt gönnen wir uns gerade ein Glas “Champagner” mit unser unglaublichen Aussicht auf die “Sutter Street” mit Ihren “tollen und markanten” Geräuschen. Tuuuuuuut, Tuuuut, Heul, Rööööööeeeer, HuiHuiHuiHui. Da kriegt man echt einen and der Waffel *grins* Aber es gehört einfach so sehr zu dieser Stadt, dass es einen nicht wirklich stört.
Gleich geht es zum Essen noch via Cable Car zum Peer, und danach einfach nur noch ins Bett!
Gute Nacht allen!